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Heimaturlaub
Last Updated on Tuesday, 30 November 1999 00:00 Written by Steffi Sunday, 29 August 2010 12:25
Die letzten Tage waren wir damit beschäftigt weiter eine Routine in unser deutsches Leben zu bekommen. Marina geht nun in die Schule, das ist sehr spannend, aber es ist doch eine große Umstellung für sie mit so vielen Kindern in einer Klasse zu sitzen, morgens um 7 Uhr das Haus verlassen und dann bricht doch das Heimweh nach Tanzania durch und man findet kaum die richtigen tröstenden Worte. Hanna geht sehr gerne in den Kindergarten, aber wenn man sie fragt wo sie denn zu Hause ist dann kommt ein promptes „Afrika“ zur Antwort und oft fließen Tränen, weil der kleine Kopf so viel Deutschland kaum unter einen Hut bekommt. Und Nele …ja sie lebt fröhlich in den Tag hinein und man kann nur vermuten was da wohl in dem kleinen Köpfchen vor sich geht.
Neben den Vorbereitungen für die verschiedenen Gemeindeveranstaltungen, die doch einige Stunden am Schreibtisch brauchen, waren wir die letzten Tage sehr viel handwerklich gefordert. So wurde in dem Missionshaus in dem wir wohnen eine neue Küche eingebaut was im Nachhinein immer mehr Arbeit ist, als man vorher dafür einrechnet und da die Garage undicht war wurde diese gleich mit auf die to –do- Liste gesetzt. So war Daniel trotz dicker Mandelentzündung entweder in Küchenschränken verschwunden oder auf dem Garagendach… während ich wahlweise Haus und Küche putzte ( Jeder der schon mal eine 30 Jahre alte Küche rausgerissen hat weiß welch ein Dreck da zum Vorschein kommt) oder man kehrte draußen die Straße, denn da lagen Teerreste der Garage, Sägespäne… Kurz es blieb wenig Zeit für Familie und Kinder…
Nun hoffen wir das es mal wieder ruhiger wird und wir mehr und mehr in das deutsche Leben reinkommen. Wir stellen immer wieder fest, es geht nicht so schnell wie man das gerne möchte.
Trotzdem genießen wir die Begegnungen in den Gemeinden und den Menschen.
Wenn jemand sagt „ Ihr seid für mich Tanzania“ … dann bin ich gerührt und sehe wie wichtig die persönliche Beziehung zu Menschen ist, nicht nur in Tanzania, nein auch hier.
Kurze Clips zu unserer Arbeit
Last Updated on Monday, 06 September 2010 07:48 Written by Daniel Monday, 06 September 2010 07:34
Flyer und Gebetskärtchen
Last Updated on Tuesday, 17 August 2010 20:21 Written by Daniel Tuesday, 17 August 2010 18:16
Hier zum download ein flyer über unsere Arbeit und unser neues Gebetskärtchen!
Hier ein link zum flyer!
(Bei Google docs!)
Gebetskärtchen unter diesem Artikel.
Familytime
Last Updated on Friday, 06 August 2010 07:41 Written by Steffi Friday, 06 August 2010 07:08
Nach wie vor geniesen wir Deutschland und all die vielen tollen Dinge, die wir in Tanzania so nicht haben ( dabei aber ganz viel anderes:-) ).
Nachdem wir am Sonntag in Kierspe noch mal zu Besuch in der Gemeinde waren ging es weiter zu Stefanie Geschwistern, die inzwischen alle recht nah bei einander im Ruhrgebiet wohnen.
Dort hatten wir ein richtiges und wohl in dieser Art auch allererstes Geschwistertreffen. Alle kamen mit ihren Partnern zusammen und es wurde gegrillt, gelacht, gespielt ( habe das erste mal Wii kennengelernt und war begeistert).
Direkt am nächsten Tag ging es weiter in den Zoo und das war nicht nur für die Kinder ein Erlebnis. Fanden sie die Giraffen und Nilpferde eher unspektakulär, die Eisbären hingegen als Highlight. Trotz ein paar Regentropfen und einer fiebernden Hanna war es ein toller Tag.
Auch der Einkaufsmarathon am nächsten Tag war ein Spass.
Mittwoch fuhren wir wieder heim und konnten nur sagen, das wir es sehr genossen haben Zeit mit der Familie zu verbringen zu reden und auch die Veränderungen, die in 4 Jahren einfach dazugehören, mitzuerleben.
Nochmal ein Bild von uns
Last Updated on Monday, 26 July 2010 15:33 Written by Matthias Gaumann Monday, 26 July 2010 15:20
Anderes Land...andere Aufgaben
Last Updated on Wednesday, 04 August 2010 10:31 Written by Steffi Saturday, 24 July 2010 08:13
So langsam geht die Teit des "Ankommens" und des sich Zeit nehmens zu ende und man fängt an die Aufgaben für Deutschland auszubauen.
So einiges konnten wir schon tun. So hat Steffi zum Beispiel zusammen mit der Am einen neuen Spielepatcours erarbeitet, der Speziell für die afrikanischen Länder ist. das Grobe ist getan und das Kleinzeug muß nun noch ausgefeilt werden.
Die Kinder sind angekommen und wir haben nun Schulranzen, Schultüte und Kindergarten Tasche und fast sämtliches Zubehör besorgt... nun man kann nicht sagen das zur Schule gehen hier umsonst ist. Für die Erstausstattung hier kann ein tanzanisches Kind wohl seine komplette 7 jährige Schullaufbahn finanzieren.
Daniel konnte seine erste Predigt halten und es gingen viele Tage und Stunden rum bei der Zusammenstellung des Bildmaterials, der Predigt...
Zwischendurch sind wir immer mal wieder im Missionshauptgebäude. Auch Kontaktpflege mit unseren deutschen Kollegen hier und denen Weltweit die gerade in deutschland sind ist schön. Manchmal staunt man wenn man hört was der eine oder andere so tut in seinem Einsatzland... eine richtige Ideenbörse.
Auch bei der Erstellung eines Flyers für unsere Arbeit und Gebetskärtchen... da ist Zusammenarbeit gefragt.
Kommende Woche werden die neuen Kurzzeitmissionare ( bei der AM Shorties genannt) zu einem Seminar zusammen kommen. Wir werden 6 junge Männer beherbegen unter anderem die, die nach Tanzania gehen werden.
Darauf freuen wir uns und wir hofenn mit Fragen bombadiert zu werden und Vorfreude auf ein tolles Land schüren zu können. ( Um die bettwäscheberge kümmern wir uns später).
Wir konnten schon einige Gemeinden besuchen und haben uns sehr gefreut vertraute Gesichter wiederzusehen.
Nach einigen Gesprächen auch mit der Leitung der Am sind wir nun am planen, was noch dran sein soll. Schulungen Gemeindedienste. Am Festivals, interne Veranstaltungen... und vielleicht nächstes Jahr etwas Urlaub. es ist eine Umbruchphase aber spannend.
Doch anders
Last Updated on Wednesday, 04 August 2010 10:37 Written by Daniel Saturday, 03 July 2010 20:41
Oft wurde ich die letzten Wochen gefragt: "Und wie ist es? Habt ihr euch eingewöhnt?" oder "Kannst du noch Deutsch?".
Beide Fragen kann ich mit Ja beantworten, aber sich eingewöhnt zu haben heiß ja nicht, dass man nicht vergleicht und Unterschiede bemerkt.
Viele Dinge die einem in Deutschland selbst verständlich sind sieht man schon mit anderen Augen nach vier Jahren Abstand.
Gestern war ich auf einer Beerdigung in Rehe, die wurde auch Katholisch gehalten. Dort wurden mir wieder mal große Unterschiede deutlich, Beerdigungen sind ja extrem kulturell geprägt. Man kann auch eine tansanische Beerdigung nicht mit einer Deutschen vergleichen. Vor allem da man in Tansania nicht die Beerdigung an und für sich "feiert" sondern die Zeit zwischen Tod und der Beisetzung. Es wäre in Deutschland undenkbar das alle Leute (also wirklich jeder aus der Nachbarschaft) die gesamte Zeit Tag und Nacht da sind.
Als wir gestern so in der Leichenhalle saßen, gediegene Klänge von CD hörten und in absoluter Stille jeder auf den pünktlichen Beginn der Beisetzung warteten musste ich an zwei Todesfällen denken aus Tansania.
Eine der ersten Beisetzungen in Geita wo ich dabei war, war eine sehr traurige. Eine junge Frau (18) war als Schwangere mit Komplikationen ins Krankenhaus, Fehlgeburt, tagelange Blutungen und keine Hilfe führten dazu dass sie dann bei der viel zu späten OP verstarb. Ich sollte helfen den Leichnam vom Krankenhaus zu holen und zum Friedhof zu bringen, Leichenwagen gibt es nicht in Geita. Nach einiger Zeit konnten wir den Leichnam aus dem "Kühlraum" abholen, es musste erst noch die Rechnung bezahlt werden. Da ihr Stiefvater Moslem war, ihre Familie auch nicht in Geita wohnt wurde sie sofort moslemisch begraben. In eine Decke eingewickelt wurde der Leichnam in unser Auto gelegt, mit allen ging es dann zum Friedhof, dort gibt es keine Verwaltung, jeder begräbt da wo er (meint) noch einen Platz zu finden. So haben wir unser Plätzchen gefunden und das Loch gegraben, da der Boden durch die Trockenzeit so hart war wurde auch nur ein halber Meter tief gegraben. Ohne Gebet, Ansprache oder etwas wurde der Leichnam hineingelegt, die Decke wurde wieder heraus geholt da sie wohl noch zuviel wert war!
Es war eine der trostlosesten Begebenheiten die ich erlebt habe, aber leider eine ganz normale Beerdigung für wieder einen Menschen er gestorben ist bevor sein Leben genug Sinn gemacht hat sich daran zu erinnern.
Eine andere Beerdigung war die eines unserer Jugendlicher aus der Gemeinde, sein Tod war auch Sinnlos da er sich beim rennen das Wadenbein brach, die Infektion durch den nicht behandelten offenen Bruch führte innerhalb von Stunden zum Tod, Blutvergiftung. Als wir zu seinem zu Hause kamen waren dort mehrere hundert Menschen zusammen die Totenwache hielten, singend und sich unterhaltend. Jeder in normaler Kleidung, mit oder ohne Schuhe, Kinder und Alte Menschen, Moslem oder Christ.
Zwei Chöre haben gesungen und alle Menschen waren zwar traurig, aber es war trotzdem keine Verzweiflung oder Hoffnungslosigkeit zu spüren. Aber man hat sich normal unterhalten, über Gott und die Welt.
Die eigentliche Beerdigung fand dann im Heimatdorf des Vaters statt, so wie es Brauch ist.
Gestern war eine ganz normale Deutsche Beerdigung einer Frau die mit 97 Jahren erfüllt gestorben ist. Es war für mich schwierig nicht an Tansania zu denken und nicht zu vergleichen.
Telefonanbieter beherrschen das Land
Last Updated on Monday, 19 July 2010 15:42 Written by Steffi Wednesday, 12 May 2010 18:42
Vodacom, Tigo, Zantel, Zain.
Egal wohin man schaut überall begegnet man den großen Werbereklamen, T-Shirt, s LKW´s auf denen Frauen eher un- als anständig tanzen (Promotion) und flächendeckend sind Häuser mit den jeweils typischen Farben und Namen bepinselt. Nur Coca Cola kann da noch Schritt halten.
Nun haben sie auch ihren Schritt in die Mode geschafft. Das Logo von Zain besitzt in der Mitte eine Spirale. Nun gibt es seit einiger Zeit einen Rock auf dem Markt, den sich bald jeder zweite schneidern lässt. Zain heißt das gute Stück?
Warum? Weil die 8 Bahnen aus die er zusammengenäht ist eben genau in solch einer Spirale geschnitten werden und somit jder automatisch Zain assoziiert.
Auch mir gefiel das Zain Design ganz gut. Und seit heute bin auch ich stolze Besitzerin eine s "Zain Fashioni skirti".
Lügen haben kurze Beine
Last Updated on Monday, 19 July 2010 15:43 Written by steffi Saturday, 08 May 2010 14:21
Manchmal ist man doch immer wieder von der Andersartigkeit der Kultur überrascht, so wie diese Woche.
Wir saßen Dienstag Abend zu Hause es war schon dunkel und wir warteten auf unseren Nachtwächter. Er kommt meistens eine halbe Stunde zu spät, aber wo blieb er? Irgendwann kam ein Anruf, er sei in ein Dorf in der Nähe gefahren mit seiner Schule und nun sei der Bus kaputt und er komme später. Nun ok wir ärgern uns etwas weil er mal wieder nicht Bescheid gesagt hat, bevor er so was macht, damit man vorgewarnt ist.
Nach mehrmaligen Versuchen ihn noch mal anzurufen ohne durchzukommen machen wir uns Sorgen... aber naja. Wir holen einen der beiden Wächter vom Center zu uns damit wir einen Wächter haben für die Nacht.
Am nächsten Tag brechen wir unsere Fahrt nach Mwanza an und fahren los. Abends sage ich Daniel er solle doch mal anrufen, ob der Wächter da ist. Aber nein er ist noch nicht zurück... aber morgen dann. So nun ist Daniel sauer, denn er muss jemanden aus dem Urlaub rufen und so geht es ja nun nicht das man kommt und geht wie man lustig ist. Den Grund verstehen wir nicht so genau, aber er will ihn auch nicht nenne.
Nun am nächsten Tag, Donnertag sind wir wieder da, es wird Abend und Daniel wappnet sich für ein Streitgespräch. Da kommt der Wächter der eigentlich Urlaub hat und sagt, ich wurde angerufen ich soll noch mal wachen. Nun verstehen wir noch weniger, wo und was ist mit unserem Wächter los, er war eigentlich immer ganz treu und ehrlich.
Irgendwann taucht er dann. auf, aber Daniel ist so ärgerlich das er nur sagt "Wir reden morgen", was auch besser ist einfach etwas Zeit vergehen zu lassen.
Freitagmorgen kam er dann, schier zerfressen von Schuldgefühlen (die zusätzliche Nacht Ungewissheit hat gewirrkt) und so langsam kommt die richtige Geschichte ans Licht.
Für die Schule muss er eine Projektarbeit über Fischer schreiben, also fährt eine ganze Gruppe etw a3 Stunden weit in einen Ort wo sie Fischer interviewen... jeder hat etwa 8 Euro für Fahrt und Essen gezahlt. Irgendwann zwischen drin sagt der Busfahrer er müsse mal weg und ... kommt nicht mehr wieder. Da ja alle Ausgaben gedeckt waren hatte keiner zusätzlich Geld mitgenommen und so saß die ganze Truppe fest und hat 2 Tage auf den Fahrer gewartet, der sich weigerte sie ohne Bezahlung wieder mit zu nehmen.
Eigentlich eine ärgerliche Geschichte an der unser Wächter keine Schuld hatte, es hätte ja alles gut gehen können und ihn traf keine Schuld, warum also tischt er eine Lüge nach der anderen auf?
Das werden wir wohl nicht erfahren. Das Fazit wir Sprechen ein "Ich vergebe Dir " Aus um die Sache vom Tisch zu haben und ziehen ihm 2 Urlaubstage ab und eine schriftliche Verwarnung ist fällig. Aber was sagt unser Wächter? Er möchte nun 2 Wochen Urlaub haben da er uns so nicht mehr unter die Augen treten kann. Das können wir nicht gelten lassen.
Hätte er einfach die Wahrheit gesagt... dann hätte es nie Ärger gegeben.
Man könnte sich sicher fragen wieso er 2 Tage wartet und sich nicht Geld besorgt um zurück zu kommen (3€) oder warum er sich nicht meldet, wo er weiß welche Konsequenzen es hat…
Da haben wir wieder dass mit der anderen Kultur die wir nie ganz verstehen werden
So alltäglich und doch so neu
Last Updated on Monday, 19 July 2010 15:43 Written by Stefanie Kroppach Wednesday, 10 March 2010 13:47
Für viele von uns ist es ganz alltäglich jeden Tag Brot zu essen und man geht in die Bäckerei und kauft sich was man möchte, Roggen -, Misch-, oder Müslibrot. Viele können auch ganz einfach selber Brot backen.
Ganz anders ist es hier. Brot ist teuer und kaum einer ist es und wenn dann ist es was ganz besonderes, vor allem auch wenn man nur auf Holzkohle kocht und man keinen Backofen zur Verfügung hat.
In einer unserer Gruppen keimte seit langem die Idee Brot im Dorf selber zu backen damit man es nicht aus Geita teuer einkaufen muß.
Gestern also fuhren wir los und es gab eine Brot back Stunde.
Wie erwartet war nichts vorbereitet. worauf wir wiederum vorbereitet waren und so hatte ich Mehl Hefe Margarine dabei. Zucker, Salz und Trinkwasser konnten dann schnell zusammen gesammelt werden.
Bis alle Frauen da sind und wir die Holzkohle gefeuert haben und die großen Töpfe bereit sind ist eine Stunde vergangen. Unsere Mitarbeiterin Dina erklärt wie man die Zutaten zusammen mixt und alles wird genau in das Gruppenbuch aufgeschrieben. Beim Kneten packen die Frauen alle mit an. Sie sind aufgeregt. Brot hat noch nie jemand bei ihnen gebacken.
Während wir verschiedene Laibe formen und Brötchen rollen wird geredet und gelacht. Als dann alles in der Sonne steht zwischen Hühnern und Ziegen lese ich ihnen aus Johannes 6 vor. Vom anderen Brot, von Jesus, vom "nie mehr hungrig sein".
Später , es ist inzwischen halb sechs Uhr abends , kommt der große Topf auf das Feuer. Auf den Deckel legen wir heiße Kohle so haben wir einen Backofen mit Ober und Unterhitze.
Das Brot backt, wir bereden die üblichen Punkte und sammeln ihre Beiträge ein. Leider war die Kohle von untern viel zu heiß und das Brot ist etwas angebrannt, aber wir probieren und es schmeckt toll- alles sind begeistert. der Pastor freut sich.
"Ich kaufe das erste Brot dann essen wir heute Abend Brot und morgen gleich wieder" freut er sich.
Müde und fröhlich fahr ich heim. Dort wartet Daniel. Er hat heute ein Schwein mit unseren Mitarbeitern geschlachtet und etwa 70 Kilo Fleisch geschnitten.
Gott hat uns mal wieder einen sehr abwechslungsreichen und schönen Tag geschenkt
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